Marienkirche Baiersbronn

Das Wahrzeichen von Baiersbronn ist für Besucher tagsüber zwischen 9:00 Uhr und 17:00 Uhr geöffnet.

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Der charakteristische spitze Turm der Baiersbronner Marienkirche grüßt wie eine Einladung in die Täler hinauf und hinab, Wahrzeichen des Mutterortes der großen Schwarzwaldgemeinde. Die Kirche wurde einst errichtet im historisch älteren Teil Baiersbronns, dem auf einem Bergvorsprung liegenden "Flecken", wo sich um das Kirchengebäude der ehemalige Ortskern gebildet hatte.

Historisches

Marienkirche Baiersbronn

Urkundlich erstmals erwähnt wird Baiersbronn (Baiersbrunne) im Jahre 1292, eine Marienkapelle 1465 und eine Pfarrkirche 1492. Der heutige Kirchturm ist aber erst in jüngerer Zeit errichtet worden. Ein Stich aus dem Jahre 1832 zeigt einen gedrungenen Turm mit einem Satteldach.

Dass die Kirche vorreformatorischen Ursprungs ist, verrät das kleine Weihwasserbecken aus Sandstein im Eingang. 1534 wurde Württemberg evangelisch und damit auch die Marienkirche. Sie wurde in den Jahren 1765 und 1769 renoviert und erweitert. Aber bereits 1791 brannte sie mit dem ganzen Dorf nieder. Der Neubau in der heutigen Größe begann 1802. 1864 wurde der heutige Turm aufgesetzt. 1954 erfolgte eine weitere Renovierung, unter anderem der Einbau von Emporen auf beiden Seiten.

Der letzte Umbau erfolgte 1970.

Die Leitung dieser Renovierung hatte Prof. Heim, Stuttgart, die örtliche Leitung Architekt Gerhard Braun. Anstelle der Seitenemporen wurde eine große Mittelempore errichtet, die Orgel von der alten Mittelempore in den Altarraum verlegt, die Kanzel von der Mitte auf die linke Seite gesetzt. Der gesamte Kirchenraum wird nun überspannt von einer Holztonnendecke, in natürlichem Holzton gehalten. Kirchenschiff und Empore fassen 600 Besucher.

Kirchenfenster

Dem Kirchenbesucher fällt wohl zuerst das prächtige Glasfenster in der Mitte des Chores ins Auge, ein Werk des Kunstglasmachers Saile, Stuttgart. Selbst kreisförmig ist das Fenster in weitere fünf Kreise gegliedert mit neutestamentlichen Darstellungen: oben die Verkündigung Mariens durch den Erzengel, rechts die Geburt Jesu, unten die Kreuzigung, die Mitte - als zentrale Aussage die Auferstehung und links die Ausgießung des Heiligen Geistes.

Die Diagonalfelder zwischen den äußeren Kreisen sind mit den Symbolen der vier Evangelisten ausgefüllt. Das Glasfenster wird vom Orgelprospekt optisch umfasst und getragen, eine wohlgelungene Einheit im Abschluss des Chores.

Neu ist auch der Altar selbst, ein massiver Sandsteinblock harmonisch passend zur Sandsteinumrahmung des Chorbogens. Auch der neugeschaffene Taufstein ist ein massiver Sandsteinblock. In der Altarmitte steht ein spätgotischer Kruzifix, ein Kleinod unserer Kirche.

Die nach der Renovierung der Kirche von der Firma Stähle, Bittelbronn, neu erbaute Orgel hat 28 Register, verteilt auf 2 Manuale und 1 Pedal. Zwei aus Mahagoniholz geschnitzte Kunstwerke von Dr. Siegfried Hein aus Baiersbronn bereichern den Innenschmuck des Kirchenschiffs. Die Figur über der Kanzel stellt nochmals den Verkündigungsengel dar, die an der rechten vorderen Seiten wand angebrachte Gruppe die Bergpredigt.

Erwähnenswert sind schließlich auch die Glocken.

Das sehr harmonische Geläut ist gestimmt in den Tönen D Fis A H D.

Nur eine der Glocken, die kleinste, stammt aus dem Jahr 1922. Die anderen vier mussten nach dem Krieg neu gegossen werden.

Die größte Glocke, die Sonntagsglocke, hat einen Durchmesser von 138 cm, wiegt 1660 kg und hat die Inschrift: "Jesus Christus, gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit" (Hebr. 13,8).

Die zweite, die Betglocke, misst 109 cm und wiegt 800 kg. Die Inschrift: "Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget, dass wir Gotteskinder sollen heißen".

Die dritte, die Zeichenglocke misst 92 cm und wiegt 480 kg. Ihre Inschrift: "Ehre sei Gott in der Höhe".

Die vierte ist die Passionsglocke mit 81 cm und 325 kg. Ihre Inschrift: "Verleih uns Frieden gnädiglich".

Die fünfte, das Taufglöckchen, misst 68 cm.<xml></xml>

Geläut der Marienkirche

 

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Ein Ort der Verkündigung und Anbetung

Die Kirche will für Ihre Besucher Verkündigungs- und Anbetungsort sein, eine Stätte, an der gemeinsam auf Gottes Wort gehört wird, um Kraft und Weisung, Freude und Trost für den Alltag zu empfangen; ein Ort, an dem der himmlische Vater gemeinsam im Gottesdienst oder durch den einzelnen Besucher angerufen wird in Bitte und Fürbitte, Dank und Anbetung.

Christen leben von der Gewissheit der Nähe und Gegenwart Jesu gemäß seiner Verheißung: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende". Diese Gewissheit gründet in dem, der auf diese unsere Erde kam, unter Menschen lebte, sein Leben für unser Leben ließ und als Auferstandener gegenwärtig ist. Auf ihn, Jesus Christus, will diese Kirche hinweisen.

Sie finden uns hier:

Mesnerin der Marienkirche ist Anna Secareanu

Tel.: 07442/50251